Warten auf das Kind …

Während ich darauf warte, dass mein Kind in einem Karton bei mir auf der Treppe abgestellt wird, zwischendurch eine kleine Ankündigung:

Das neue Kunstbuch von Steen T. Kittl und Christian Saehrendt erscheint am 16.3. Bei Spiegel online gibt es einen Vorabbesprechung: Geier am Grabe van Goghs.

Da Christians und Steens Bücher nicht nur amüsant und eloquent sind, sondern zuverlässig auch meine Bildungslücken im Bereich Kunstgeschichte auffüllen, werde ich mir das mittlerweile vierte Buch über Kunst auf jeden Fall auch zulegen. Und bei einem Kringeltausch mit den Herren vielleicht auch nochmal ein Autogramm abgreifen. :-)

So siehts aus. Ziemlich einladend, finde ich!

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Karla Schmidt am März 8th 2010 in Autoren, Blog, Von Freunden

Nova 16 ist da …

… und diesmal mit einem herrlichen Pulp-Cover, schaut mal:

Die Ausgabe enthält Stories von:

Rüdiger Bartsch – Der Gebäude-Komplex
Nadine Boos – Die Itzybitzy-Spinne
Florian Heller – DÖRA
Reinhard Kleindl – Form und Stoff
& Der Zwiebelkuchen
Niklas Peinecke – Himmelfahrt
Horst Pukallus – Placebo
Karla Schmidt – Der Ende der Schöpfung
Thomas Wawerka – Genesis: 2

Bestellen könnt Ihr die Zeitschrift hier. :-)

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Karla Schmidt am Februar 23rd 2010 in Blog, Kurzgeschichten

Wie man sich einen Roman vorstellt

Stellt Euch vor, Ihr sitzt bei Eurem Literaturagenten und brütet mit ihm über dem Treatment für Euren nächsten Psychothriller. Plötzlich schlägt er vor, man könnte ja auch die Figuren mal spielen. Er holt einen Sack voll Playmobilfiguren.

Meine erste Reaktion: Ähm, ja. … Bin ich Lord Helmchen, der seine geheimsten Fantasien beim Spiel mit seinen Actionfiguren auslebt? Und muss ich das unbedingt unter Zeugen tun? Ist das ein Witz, oder was?

Nein, es ist ganz ernst gemeint. Und außerdem ist es professionelles Playmobil, rollenneutral wie die Urfiguren von 1974. So sieht das aus:

professionelles Playmobil

Mein Agent schüttet also den Sack mit den Figuren vor mir aus und fordert mich auf, welche auszusuchen, die stellvertretend für meine Romanfiguren stehen sollen. Er schreibt die Namen der Romanfiguren auf kleine Klebezettel und bappt sie den jeweiligen Playmomännchen und -frauchen auf den Bauch. Dann deutet er auf eine Filzunterlage, etwa in DinA3-Größe, und fordert mich auf: Stellen Sie die Figuren so auf, wie sie im Roman zueinander stehen. Am besten fangen wir am Anfang an.

Gut, da sitze ich also, vor mir ein Haufen bunter Plastikfiguren, und mit denen soll ich jetzt professionell spielen.

Aber wie spielt man professionell und überhaupt, was wird man aus diesem Spiel für Schlüsse über meinen psychischen Zustand ziehen können? Bestimmt kriege ich hinterher eine F60.4 oder so bescheinigt. Schließlich hat mein Agent mir zu Beginn unseres Treffens verraten, dass er ausgebildeter Psychotherapeut ist.

Genau daher kommt nämlich auch diese Methode, nämlich aus der systemischen Therapie, und sie ist von Bernd Hellingers Methode der „Familienaufstellung“ abgeleitet.
Dabei werden Familienkonflikte dadurch bearbeitet, dass man ausgehend von einer Frage, die man lösen möchte, Stellvertreter für die Familienmitglieder im Raum aufstellt und aufeinander bezieht. Ganz intuitiv wählt man den Abstand der Stellvertreter zueinander, entscheidet über ihre Körperhaltung und die Blickrichtung.
Aus diesen Anordnungen entstehen bei den Stellvertretern Empfindungen, die denen der realen Familienmitglieder ähnlich sein sollen. Wenn sie nun darüber reden, wie sie sich in ihrer jeweiligen Position fühlen, so wird es für die Person, die mit ihrer Frage im Hinterkopf die Aufstellung vornimmt, möglich, die Konflikte zu verstehen, die in seiner Familie bestehen – und sie auf der Stellvertreterebene zu lösen. Das alles natürlich immer unter der Anleitung eines erfahrenen Therapeuten …
Das mutet ein wenig esoterisch an, wenn man davon ausgeht, dass die Stellvertreter irgendeinen paranormalen Draht zu den echten Familienmitgliedern hätten und in der Aufstellung quasi als Medium fungieren.

Aber ich denke, so darf man die Sache nicht verstehen – denn sonst würde sie ja nicht mit Playmomännchen ebenso gut funktionieren. Playmomännchen fühlen sich nicht, und die Rote fängt hoffentlich auch nicht plötzlich an, darüber zu sprechen, dass sie sich weniger geliebt als die Blaue fühlt.
Wenn ich einen Konflikt in meiner Familie (oder sonst wo) mit Stellvertretern nachstellen kann – und zwar intuitiv – dann muss ich ja davon ausgehen, dass irgendetwas in mir (huhu, hier spricht dein Unbewusstes …) die Konfliktdynamik bereits kennt – und dass ich mich demnach auch in jede beteiligte Person hineinfühlen kann.
Und wenn ich das kann, dann kann ich auch, indem ich die Positionen der Figuren zueinander verändere, die Konflikte auf Stellvertreterebene dynamisieren und lösen. Und das wiederum gibt mir vielleicht einen Hinweis darauf, wie ich einen Konflikt im Reallife lösen könnte …

Soweit zur Theorie der Familienaufstellung. Einziger Haken an der Sache: Es geht bei der Aufstellungsarbeit darum, Konflikte zu lösen. Im Roman – zumal im Thriller – geht’s dagegen darum, Konflikte möglichst auszureizen und auf die Spitze zu treiben.

Tja. Aber man kann das Prinzip natürlich auch umdrehen: Statt Konflikte auf der Stellvertreterebene zu entschärfen – z.B. in dem man Figuren aufeinander zugehen oder sich einander zuwenden lässt – kann man Konflikte auf dieselbe Art auch auf die Spitze treiben. Indem man sich anschaut, wo Konflikte nur latent vorhanden sind, kann man dafür sorgen, dass sie zum Ausbruch kommen, wo sie schwach sind, kann man sie verstärken.

Dazu reicht es natürlich nicht, die Figürchen über die Filzmatte zu schieben und zu sagen: Der Sohn zieht sich jetzt von der Mutter zurück, aber sie kann ihn nicht gehen lassen. Man muss für diese Konflikte dann auch konkrete Bilder finden: Wie äußert sich die Kontrollsucht der Mutter? Wie äußert sich das Zurückziehen des Sohnes, was konkret tut er?

Ich also: Figuren aussuchen. Die Rote hier ist die Böse, und die Gute ist – na, was schon – weiß. Das Objekt der Begierde grün (wie die Hoffnung), ebenso wie der Ermittler (hier ist eher ein sattes Polizeigrün zu assoziieren), der Sohn ist weiß wie die Mutter, und der drogenabhängige Regisseur ist, in Ermangelung psychedelischer Regenbogenfarben, schlicht blau. Das Mordoper, na ja, rot, was sonst. Und dann geht es los. Kapitel für Kapitel.

Ist „Zurückziehen“ für den Sohn überhaupt stark genug? Kommt da vielleicht noch jemand ins Spiel, der sich zwischen Mutter und Sohn stellt?
Okay, nun steht da eine böse, rote Playmobilfigur zwischen Mutter und Sohn. Was genau tut sie?
Sie nimmt den Sohn aus dem Spiel. Ich nehme den Sohn von der Filzmatte.
Sie nimmt ihn aus dem Spiel heißt: Sie tut ihm etwas an? Ja, auf jeden Fall! Aber was? …
Okay, und was ist mit dem Toten aus der Backstory? Der liegt da hinten so rum und eigentlich braucht den niemand. Er ist keine Gefahr und keiner vermisst ihn.
Aber wenn nun jemand etwas darüber wüsste, wie er ums Leben gekommen ist? Wer könnte das sein?
Der da, das Objekt der Begierde weiß Bescheid! Und auf einmal hat er ein fettes Druckmittel gegen den Blauen in der Hand …

Ich gebe zu, ich habe zuerst gedacht, das bringt nichts – aber nachdem ich die ersten Kapitel – unter kompetenter therapeutischer Anleitung :D – durchgearbeitet hatte, fing ich an, meine Figuren zu verstehen. Ich habe verstanden, wer hier welche Ängste aussteht, welche Hoffnungen hegt, welchen Dreck am Stecken hat und wie jede Figur alle anderen Figuren beeinflusst. Jetzt habe ich meine Figuren soweit, dass sie mir zeigen, was Menschen einander antun können, wenn sie in die Enge getrieben werden.

Diese Sitzung war extrem anstrengend – und extrem effektiv. Ich habe das Gefühl, an einem Nachmittag die Arbeit von mehreren Wochen erledigt zu haben.

Jetzt überlege ich, ob ich mir selbst so einen Sack mit professionellen Urplaymos zulegen soll? Vierzig Stück gibt es für 46 Euro.

Hmm … wenn ich das Honorar für diesen Thriller bekomme, werde ich mich wohl mit ein wenig professionellem Spielzeug versorgen. :-)

Liebe Grüße, Karla

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Karla Schmidt am Februar 18th 2010 in Blog, Übers Schreiben

Pseudonym und neuer Titel für den Erstling

Nachdem es jetzt ein wenig schnell gehen musste, steht endlich der neue Titel und das Pseudonym für meinen Erstling, der als “Isabels Schöpfung” zur Welt kam …

Im November 2010 wird bei Rowohlt ein kleiner Roman mit dem Titel “Die Seelenfotografin” erscheinen. Autorin ist eine gewisse Charlotte Freise.

Okay, der neue Titel ist eingängiger und ich bin nach anfänglicher instinktiver Abwehr (wie würde es Euch gefallen, wenn jemand Euren Kindern einfach neue Namen gibt?) inzwischen sehr froh damit.
Einerseits entspricht der Titel der Marktschublade “Historischer Roman” – Ihr wisst schon. Die Päpstin, Die Wanderhure, Die … – oberflächlich zusammengefasst unter dem Motto “Starke Frau in wilden Zeiten”.
Was mir aber an dem Titel so sehr gefällt: Hier wird erahnbar, dass es auch ein fantastisches Element in dem Roman gibt!

Und warum ein Pseudonym? Ist mein eigener Name nicht gut genug? Schon … aber leider in diesem Fall etwas unpraktisch.

Wenn nämlich im März ein Psychothriller von einer Autorin namens “Karla Schmidt” erscheint und ein halbes Jahr darauf noch ein Buch von derselben Karla Schmidt, dann werden die Leser, denen der Thriller gefallen hat, vielleicht auch zu Buch 2 greifen – und es dann enttäuscht weglegen, weil es etwas ganz anderes ist.
Und andersherum natürlich genauso: Wer zuerst den Historischen Roman liest und ihn mag, könnte sich von dem Thriller vor den Kopf gestoßen fühlen. 
Thriller und Historischer Roman sind anscheindend zwei Genres, deren Leserkreise sich mehr oder weniger gegenseitig ausschließen. Habe ich mir sagen lassen.

Daher: Zwei Genres, zwei Namen. Ganz einfache Kiste. :-)

Obwohl – so einfach ist es gar nicht. Ich werde bis Mitte des Jahres wohl einen neuen Blog für die neue Autorin anlegen müssen. Die Begleiterscheinungen des Bücherschreibens ähneln langsam immer mehr einem Phänomen namens Arbeit …

LG, Karla

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Karla Schmidt am Februar 15th 2010 in Blog, Die Seelenfotografin

Nur schonmal so ….

20.03.2010, 20:00 – Buch-Release-Party mit Lesung

Wir feiern – passend zum Buch – im “Neuen Ufer”
Hauptstraße 157
10827 Berlin

Um 20:00 Uhr findet zuerst eine Lesung aus “Das Kind auf der Treppe” statt.
Und danach … mal sehen. :-)

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Karla Schmidt am Februar 11th 2010 in Blog, Kind auf der Treppe, Lesungen und Termine

Gelesen: John Ajvide Lindqvist “So finster die Nacht”

Oskar ist dreizehn, er ist der Klassenloser, er wird täglich buchstäblich zur Sau gemacht, wenn die anderen Jungs ihn zwingen “zu schreien wie ein Schwein”. Oskar gibt sich den übelsten Mordphantasien hin. Man kann es verstehen.
Dann wird wirklich wer ermordet und Oskar ist unsicher, ob er nicht auf paranormalem Wege doch irgend etwas damit zu tun hat. Hat er nicht, sowas gibt es nicht.
Doch dann lernt er Eli kennen, ein seltsames Kind, ungefähr in seinem Alter, das aber nur nachts auf dem Spielplatz erscheint. Eli stinkt, hat schmierige Haare, redet seltsam, trägt immer denselben Pulli. Trotzdem ist Oskar völlig fasziniert von ihr. Die zarte Liebe, die sich zwischen den beiden entwickelt, ist körperlich und zugleich vollkommen keusch. Im Grunde sind die beiden Kinder die einzigen Wesen, die in dieser Geschichte zueinander finden, während alles andere immer weiter auseinanderdriftet. Freunde verlieren einander, Eltern verlieren ihre Kinder, Kinder verlieren ihre Unschuld.

Zugleich kommt es im näheren Umfeld zu immer grausigeren Morden – und die Spur führt zu Eli und einem Mann, der sich als ihr “Vater” ausgibt, der jedoch immer mehr zum Monster mutiert. Schließlich ist Oskar der erste und einzige Mensch, der es begreift: Eli ist ein Vampir. Und Vampire leben von Blut.

“So finster die Nacht” wurde in Deutschland weder als Horror noch als Vampirromance vermarktet, sondern als Thriller im weiteren Sinne. Dabei ist dieses Werk (großes Wort, aber vollkommen berechtigt), durchaus alles mögliche mehr als “nur” ein Thriller:

Coming of Age Story (Oskar lernt, sich zu wehren), Sozialdrama (Die “normalen” Vorstadtjugendlichen nehmen es in Punkto Grausamkeit locker mit jedem irrsinnigen Mörder und erst recht mit einen hungrigen Vampir auf), Zombiehorrorschocker (selten einen so pervers widerlichen Zombie gelesen), paranormale Romanze (dabei völlig ungeschlechtlich), Rachefeldzug (Der Vampir wird buchstäblich zum Engel).

Seit ich dreizehn war, musste ich, nachdem mir um vier Uhr früh beim Lesen dann doch irgendwann die Augen zu fielen, zum ersten mal das Licht anlassen um einschlafen zu können. Irgendwie war mir nicht wohl bei dem Gedanken, im Dunkeln zu liegen …

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Karla Schmidt am Januar 27th 2010 in Blog, Gelesen

Pandora 04 ist raus!

Lange ersehnt und erwartet – die vierte Ausgabe des Fantastik-Magazins Pandora ist da! Und ist sie nicht wirklich wunderschön?

Das Cover ist von John Howe.

Wem das nicht auf Anhieb etwas sagt – John Howe war neben Alan Lee einer der beiden Künstler, die Peter Jacksons Vision von Mittelerde verwirklicht haben. Wer den Herrn der Ringe gesehen hat und den Detailreichtum liebte, der in jedem Set und jedem Kostüm zum Ausdruck kam – John Howe war maßgeblich daran beteiligt.

Mitherausgeber der Pandora ist übrigens Jakob Schmidt – einer unserer “Hinterland”-Autoren, und ebefalls “Hinterland”-Kollege Jasper Nicolaisen ist mit einem Essay über den “Punktown”-Erfinder Jeffrey Thomas dabei.

Ich kann nur empfehlen, sich die neue Pandora zuzulegen. Sie ist voller großartiger Stories aus den verschiedenen fantatsischen Genres:

›Das wiedergefundene Vertrauen‹ von Jim Butcher – Das ist die allererste Harry Dresden-Geschichte

›Nachtwhiskey‹ von Jeffrey Ford  – ein mehrfach preisgekrönter Autor endlich auf Deutsch

›Ein letzter Sommer auf Mars Hill‹ von Elizabeth Hand – ausgezeichnet mit dem Nebula Award

›Orte der Erinnerung‹ – eine nagelneue Novelle von Wolfgang Jeschke

›Irrlicht‹ von Benjamin Rosenbaum & David Ackert – Urban Fantasy von zwei Shooting Stars der Szene

›Mit seinen Augen‹ von Jeffrey Thomas – eine hochgelobte Punktown-Novelle

›Flammen‹ von James Patrick Kelly – was die zweite Hälfte seines mit dem Nebula Award ausgezeichneten Kurzromans ist. Die erste Hälfte gibt es in Pandora 03. ;-)

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Karla Schmidt am Januar 27th 2010 in Autoren, Blog, Hinterland, Von Freunden

Meine (n)erdige Patchworfamilie hat Zuwachs bekommen.

Der Zuwachs kam mit der Post, Absender @stricktier aka Denkding aka Pia Ziefle. Gern denke ich an die Zeiten zurück, als … aber das gehört hier nicht her. Ich zeig Euch lieber, was Pia mir geschickt hat!

Wir haben Zuwachs bekommen!

Jaaa, zwei ganze Orks! Den süßen Kleinen mit dem großen roten Schwert – und seine Oma, die ihn auf der Reise begleitet hat. Sicher machte sie sich Sorgen, als er ganz allein in die große weite Welt hinaus ziehen wollte. Zu einem Vater, den er nur vom Hörensagen kannte und zu einem Urgroßvater, der im ganzen Land als baumalter Schwerenöter bekannt ist.

Aber Wollorkoma ist Mossman und Wurzelhammer ebenso willkommen, wie die kleine grüne Filzlaus!  Ich bin sicher, sie alle werden sich bestens verstehen. Wenn sie im Regal sitzen und mir beim Schreiben zusehen, kann ich manchmal hören, was sie denken. Ich klaue meine Ideen ganz gern auf diese Weise …

Pia, der Tausch gilt, okay? Pro Ork ein Buch. Ende des Jahres wirst Du dann ja schon eine ganz gute Auswahl bei mir finden. ;)

(Mist, hoffentlich haben sie das nicht gelesen. Ich will nicht, dass sie denken, sie seien in die Fremde verkauft worden. :( )

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Karla Schmidt am Januar 15th 2010 in Blog, Übers Schreiben

Endlich Fotos von der Hinterlandlesung!

Liebe Leute,

ich will gar nicht viel quasseln, sondern Euch nun endlich ein paar schöne Bilder von unserer Lesung aus dem “Hinterland” zeigen.

Die Fotos hat alle Klaus gemach, dem ich ausdrücklich danken will, dass ich sie benutzen darf!

Jakob zusammen mit unseren kleinen Gästen

Die kleinen Bos hat Silli gebastelt – wir durften sie hinterher mitnehmen!!

Vor der Lesung begutachten Barbara, Jasper und Jakob den "Gabentisch"

Wir hatten wirklich tolle Bücher und Bilder und Kalender ausliegen. Ich durfte mir am Ende sogar auch noch etwas aussuchen!

Danke nochmal an Klaus für die Spende!! :)

Siegfried Langer liest aus "Berlin, Nachklang".

Die Story hat ein ziemlich trauriges Ende, und ein paar Zuhörerinnen erschauerten ein wenig. Put on your red shoes and dance the blues.

Jakob Schmidt leist aus "Die sehr betrübte Strahlenkanone".

Bei dieser Geschichte rief das Publikum Songtitel, was das Zeug hielt: Starman! Heroes! Glas Spider! …!

Es dauerte ziemlich lange, bis jemand auf “running gun blues” kam.

Wir lauschen gespannt ...

Nach Jakob war dann ich dran und habe aus “Erlösungsdeadline” gelesen. Die erste Lösung wurde reingerufen, als ich “Löwenjoe” sagte, die zweite, als ich sagte: “In fünf Jahren ist Schluss mit saufen. Dann sind wir nämlich erlöst!”

Jasper Nicolaisen liest aus "Kleines Mädchen aus China".

Welcher Song hier zugrunde liegt, ist ziemlich klar, oder? Von Jaspers Vortragsstil möchte ich mir noch eine Menge abgucken.

Barbara Streun liest aus "Es ist nichts passiert - on idle"

Diese Geschichte ist ein ziemlich paradoxer Hammer, in dem verschiedenste Songs angeschnitten werden.

Wir haben uns dann drauf geeinigt, dass es gilt, wenn jemand “Time” oder “Saviour Machine” rät. :D

Und so sehen glückliche Gewinner aus!

Die Gewinnerin ist übrigens Bibo Loebnau, die dann ihre Spontanlesung gehalten hat. :)

Bibo liest aus "Sind denn alle netten Männer schwul?"

Ich habe vernommen, dass bereits mehrere Leute aus dem Publikum das Buch gekauft haben. Sie wollen jetzt alles wissen, Bibo!

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Karla Schmidt am Januar 15th 2010 in Autoren, Blog, Hinterland, Kurzgeschichten, Lesungen und Termine

11.01.2010: „Hinterland“ + Wurdack-Verlag = Buch im Dezember 2010

Ja, und viel mehr muss ich dazu gar nicht sagen, oder? ;)

Ab jetzt heißt es, ranklotzen! Da das Buch nach Möglickeit schon im Dezember 2010 erscheinen soll, müssen baldigst alle Stories für die Anthologie fertig geschrieben, sortiert, lektoriert und satzfertig gemacht werden, ein Cover muss entworfen, ein Nachwort geschrieben werden.

Ich habe also einiges vor …

Hier noch einmal der aktuelle Stand:
(Jaja, es ändert sich immer mal wieder was. ;-) )

- Memory of a Free Festival (1969): Martin Büsser
- All the Madmen (1970): Dirk Röse
- Running Gun Blues (1970): Jakob Schmidt
- Fill your heart (1971): Dietmar Dath
- Five Years (1972) / Joe the Lion (1977) / Looking for Water (2003): Karla Schmidt
- V2-Schneider (1977): Dirk C. Fleck
- Lodger (erste Seite, 1978) / Jump they say (1993): Pepe Metropolis
- Moon of Alabama (Weill/Brecht-Cover) / Just a Gigolo (Film 1979): Micaela Jary
- Putting out fire (1982): Tobias Lagemann
- China Girl (1983): Jasper Nicolaisen
- Lets Dance (1983): Siegfried Langer
- Absolute Beginners (1983): Valerie Kreifelts
- This is not America (1986): Alex Wichert
- Within you (1986) / Something in the air (1999): Anna Janas
- Hearts Filthy Lesson (1995): Markolf Hoffmann
- Leon takes us Outside (1995): Wulf Dorn
- No one calls (1999): Tobias Bachmann
- Sunday (2002) / Time (1973) / Saviour Machine (1970): Barbara Streun

Ich wünschte, man könnte das Buch schon vorbestellen. :D

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Karla Schmidt am Januar 11th 2010 in Blog, Hinterland, Kurzgeschichten