“Vilm – Der Regenplanet” und “Vilm – Die Eingeborenen” gehörten zu den wenigen Büchern, die ich dieses Jahr aus freien Stücken und mit Genuss gelesen habe. Ist zwar blöd, aber ich lese beruflich so viel, dass ich darüber hinaus oft einfach keinen Bock mehr habe … Die “Vilm”-Bücher habe ich auch zuerst aus “beruflichem Interesse” in die Hand genommen. Immerhin ist Autor Karsten Kruschel in der “Hinterland”-Anthologie vertreten, und das macht doch neugierig.
Jetzt freue ich mich, dass “Vilm” I und II nicht nur Spaß gemacht haben, sondern auch den “Deutschen Science Fiction Preis 2010″ für den besten Roman gewonnen haben! Herzlichen Grlückwunsch!
Das ist aber noch nicht alles, denn noch ein “Hinterland”-Kollege hat abgeräumt. Ernst-Eberhard Manski hat für seine Story “Das Klassentreffen der Weserwinzer” den Kurd Laßwitz Preis 2010 bekommen. Die Story ist in dem Wurdack-Erzählband “Molekularmusik” erschienen. Ebenfalls Herzlichen Glückwunsch!!!
Was ist eigentlich Literatur, und wird das von Lesern eigentlich so wahrgenommen, wie vom Literaturbetrieb definiert?
Ist nur Literatur, was im festen Einband und mit Lesebändchen daherkommt? Oder darf man Genrebücher auch als Literatur bezeichnen?
Wann ist ein Buch banal, wann hallt es nach? Und warum?
Nicole hat auf die Schnelle eine Umfragemaske gebaut. Schaut doch mal rein, vielleicht findet Ihr Euch in den Fragen ja wieder?
Kennt Ihr eigentlich das Berliner “Hate Mag”? Ein Magazin für “Relevanz und Stil”, das in der Printausgabe unter anderem an Orten wie dem Eiszeitkino, bei Bbooks oder oder in den Schwarzen Rissen ausliegt.
Ab morgen soll es auf dem Blog des Hate-Mag jeden Dienstag ein Literaturspecial geben. Mit Geschichten und anderen Texten verschiedener Autoren.
Und wer darf den Auftakt machen? Dreimal dürft Ihr raten …
Jakob Schmidts Horror-Story “Eine andere Wildnis”, erschienen in dem Sammelband “Zwielicht”, ist für den diesjähren Vincent Preis, den einzigen deutschen Preis für Horror-Literatur, nominiert.
Jakob hat dazu ein interessantes Interview gegeben!
Während ich darauf warte, dass mein Kind in einem Karton bei mir auf der Treppe abgestellt wird, zwischendurch eine kleine Ankündigung:
Das neue Kunstbuch von Steen T. Kittl und Christian Saehrendt erscheint am 16.3. Bei Spiegel online gibt es einen Vorabbesprechung: Geier am Grabe van Goghs.
Da Christians und Steens Bücher nicht nur amüsant und eloquent sind, sondern zuverlässig auch meine Bildungslücken im Bereich Kunstgeschichte auffüllen, werde ich mir das mittlerweile vierte Buch über Kunst auf jeden Fall auch zulegen. Und bei einem Kringeltausch mit den Herren vielleicht auch nochmal ein Autogramm abgreifen.
Wem das nicht auf Anhieb etwas sagt – John Howe war neben Alan Lee einer der beiden Künstler, die Peter Jacksons Vision von Mittelerde verwirklicht haben. Wer den Herrn der Ringe gesehen hat und den Detailreichtum liebte, der in jedem Set und jedem Kostüm zum Ausdruck kam – John Howe war maßgeblich daran beteiligt.
Mitherausgeber der Pandora ist übrigens Jakob Schmidt – einer unserer “Hinterland”-Autoren, und ebefalls “Hinterland”-Kollege Jasper Nicolaisen ist mit einem Essay über den “Punktown”-Erfinder Jeffrey Thomas dabei.
Ich kann nur empfehlen, sich die neue Pandora zuzulegen. Sie ist voller großartiger Stories aus den verschiedenen fantatsischen Genres:
›Das wiedergefundene Vertrauen‹ von Jim Butcher – Das ist die allererste Harry Dresden-Geschichte
›Nachtwhiskey‹ von Jeffrey Ford – ein mehrfach preisgekrönter Autor endlich auf Deutsch
›Ein letzter Sommer auf Mars Hill‹ von Elizabeth Hand – ausgezeichnet mit dem Nebula Award
›Orte der Erinnerung‹ – eine nagelneue Novelle von Wolfgang Jeschke
›Irrlicht‹ von Benjamin Rosenbaum & David Ackert – Urban Fantasy von zwei Shooting Stars der Szene
›Mit seinen Augen‹ von Jeffrey Thomas – eine hochgelobte Punktown-Novelle
›Flammen‹ von James Patrick Kelly – was die zweite Hälfte seines mit dem Nebula Award ausgezeichneten Kurzromans ist. Die erste Hälfte gibt es in Pandora 03.
Und gerade erreicht mich die Nachricht, dass auch Jasper Nicolaisen, der ebenfalls einen Beitrag für die Bowie-Antho geliefert hat, einer Veröffentlichung entgegensieht! Spaß macht das!
Wulf Dorns Psychothriller “Trigger” erscheint im Oktober, pünktlich zur Frankfurter Buchmesse, bei Heyne.
Was hat diese Nachricht in meinem Blog zu suchen?
Erstens ist “Trigger” durch einen Song von David Bowie inspiriert, was mir das Buch grundsätzlich sympathisch macht.
Wulf Dorn schreibt über das Buch und über Bowies Einfluss darauf in diesem Interview
Zweitens ist Wulf Dorn einer der Autoren, der auch einen Beitrag zu unserer Bowie-Anthologie geschrieben hat – eine gute Gelegenheit, mal wieder eine aktualisierte Autorenliste nach oben zu holen.
Songs und Autoren (chronologisch)
- Space Oddity (1969): Wulf Dorn
- Running Gun Blues (1970): Jakob Schmidt
- Five Years (1972) / Joe the Lion (1977) / Looking for Water (2003): Karla Schmidt
- V2-Schneider (1977): Dirk C. Fleck
- Heroes (1977): Tobias Lagemann
- Lodger (erste Seite, 1978) / Jump they say (1993): Pepe Metropolis
- Moon of Alabama (Weill/Brecht-Cover) / Just a Gigolo (Film 1979): Micaela Jary
- Scary Monsters (1980): Dirk Röse
- China Girl (1983): Jasper Nicolaisen
- Lets Dance (1983): Siegfried Langer
- Absolute Beginners (1983): Valerie Kreifelts
- This is not America (1986): Alex Wichert
- Within you (1986) / Something in the air (1999): Anna Janaszkiewicz
- Outside (1995): Markolf Hoffmann
- No one calls (1999): Tobias Bachmann
- Heathen (2002) / 5:15 Angels have gone (2002): Barbara Schreun