Archiv der Kategorie ‘Kurzgeschichten‘

Kurzgeschichte des Monats beim Fantasy Guide

Wenn man erstmal anfängt mit bloggen, gibts natürlich immer gleich wieder viele Anlässe. Heute der Folgende:

Der Fantasy Guide hat eine etwas ältere und für meine Verhältnisse ausgesprochen romantische Story mit dem Titel “Plateau” online gestellt – unter der Rubrik “Kurzgeschichte des Monats”.
Diese Geschichte war ein Reflex auf eine zweiwöchige Saharareise – mit Berbern und Kamelen und frischem Brot aus der Asche des abendlichen Feuers und was sonst alles noch dazu gehört (Sonnenallergie und mit Kamelpisse gewürztes Trinkwasser zum Beispiel … ).
Mit das Beeindruckendste an dieser Reise war ein unglaublich plastischer, dicht an dich mit Sternen bepackter Himmel von Horizont zu Horizont, der mir das Gefühl gab, mitten im Weltall zu stehen.
Natürlich befinden wir uns immer mitten im Weltall. Aber dieser Sternenhimmel, der hatte etwas von den romantischen Vorstellungen, die ich mir von einer Weltraumreise mache. Erhabenheit, die Winzigkeit des Individuums im Angesicht des Kosmos, hoch melancholische Space Oddity …
Daraus hat sich dann diese Geschichte ergeben, ein wenig SF, ein wenig Reisebericht, ein wenig kultivierte Einsamkeit und Vergeblichkeit … :-)

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Karla Schmidt am 28. März 2011 in Blog, Kurzgeschichten, Übers Schreiben

So, nun geht´s erstmal los …

Oben im Seitenkopf steht immer noch “Das Kind auf der Treppe” – auch wenn da eigentlich längst die “Seelenfotografin” und das “Hinterland” hingehören würden. (Die nötigen Arbeiten sind veranlasst …)

Seit letzter Nacht ist nämlich das “Hinterland” auf amazon vorbestellbar.

Wäre es nicht großartig, wenn wir schnell und elegant die für einen kleinen Verlag üblichen 500 Bücher verkaufen könnten und in die zweite Auflage gehen? Natürlich haben wir nicht die Reichweite eines großen Publikumsverlages. Wir sind auf Mundpropaganda angewiesen. Und natürlich ist es unwahrscheinlich, dass wir nur mit Mundpropagande größere Kreise ziehen …
Andererseits entstehen die Überraschungserfolge immer genau so: Durch Mundpropaganda. Den überraschend guten Verkäufen folgt die aufmerksam gewordene Presse, und der folgen dann wieder Leser.

Unddenkbar bei einem Erzählband? Was meint Ihr? Wie groß sind unsere Chancen auf einen “Kleinverlagsseller”?

HINTERLANDHOMEPAGE
HINTERLAND BEI AMAZON
HINTERLAND BEI FACEBOOK

Es ist natürlich offensichtlich, dass ich diese Frage stelle, um vielleicht ein paar Leute zu motivieren, das Buch zu kaufen.

Gleichzeitig ist die Frage aber auch tatsächlich so gemeint.

Verlage fassen Anthologien nicht gerne an, sie verkaufen sich allgemein nicht gut. Aber warum nicht?

Liegt es daran, dass bei jedem Friseur eine Glotze läuft, dass man in der U-Bahn unbedingt dicke Bücher dabei haben muss, um außer dem Lesestoff auch eine Waffe bei der Hand zu haben, oder woran?

Wenn ich im Bekanntenkreis rumfrage, höre ich öfter: Kurzgeschichten sind immer dann zu Ende, wenn ich gerade beginne, in die Welt einzutauchen. Wenn ich das mal unzulässig verallgemeinere, kommt dabei heraus: Leute lesen, um in eine Welt einzutauchen und sich möglichst darin zu verlieren. Das kann eine Kurzgeschichte natürlich nicht bieten.

Dabei sieht es auf den ersten Blick doch so aus, als sei die Kurzgeschichte die perfekte Gattung für eine schnelllebige, hektische Zeit. Dennoch scheinen Leser immer mehr zu möglichst seitenstarken Büchern zu greifen – als hätten sie ewig Zeit zum Lesen. Warum?

Aktuell verlegte Bücher, die auf “Masse” aussind, lassen sich oft sehr schnell “weglesen”. 1000 Seiten Romance sind nicht mit 1000 Seiten Dostojewski oder Oates zu vergleichen. Aber 1000 Seiten sehen viel aus und erzeugen das Gefühl von “Leistung” – boah! So viel hab ich gelesen! Hinzu kommt: Wir leben in einem Umfeld, das “mehr = besser” ziemlich nachhaltig verinnerlicht hat.

Dicke Bücher, die Leser in andere Welten mitnehmen, vermitteln zugleich das Gefühl, für eine Weile “entkommen” zu können. Dabei müssen die vermittelten Welten aber vertraut bleiben, dürfen den Status Quo von Wertvorstellungen nicht zu sehr in Frage stellen. Denn sonst werden solche Bücher mental anstrengend, und das sollen sie nicht sein. Sie sollen “unterhalten”. Unterhaltung wird dabei eher mit “abschalten” als mit “umschalten” gleichgesetzt.

Und kurze Bücher – oder gar Kurzgeschichten?

Ich nehme an, sie stehen in dem Ruf, entweder Literatur oder Groschenheft zu sein. Das eine ist zu anstrengend, das andere zu offensichtlich platt.

Kurzgeschichten lassen das Abtauchen in die andere Welt nicht zu, sie verlangen nach “Umschalten” statt nach “Abschalten”. Da sie ein Thema nicht von jeder Seite aus betrachten können, sondern meist nur von einer Seite aus, bleibt genug Raum, das Thema nach dem Lesen selbst weiter zu denken. Wenn man dazu keine Lust hat, dann wirkt eine Kurzgeschichte unvollständig und daher unbefriedigend.

Worauf es ankommt: Eine Kurzgeschichte WILL gar nicht in andere Welten entführen, sie strebt keine restlose Identifikation mit dem “Helden” oder der “Heldin” an. Eher geht es um ein momentanes Aha-Gefühl und das Vergnügen an einer Pointe.

Kann es einfach sein, dass Kurzgeschichten tendenziell weniger das schnelle Konsumbedürfnis befriedigen, obwohl das im Widerspruch zu ihrer Kürze zu stehen scheint?

Was meint Ihr? Lest Ihr Kurzgeschichten? Wenn ja, was schätzt Ihr daran? Wenn nein, warum nicht?

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Karla Schmidt am 23. September 2010 in Blog, Hinterland, Kurzgeschichten

Das Hinterland hat einen Deckel

Ohne viele Wort – so wird es aussehen. :-)

Gestaltet hat es Ernst Wurdack, der Künstler, der das Bild zur Verfügung gestellt hat, heißt Jacek Kaczynski, und die Reihenfolge der Namen auf dem Cover stellt keine Hierarchie dar, sondern entspricht einfach der Reihenfolge der Stories in dem Buch. :-)

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Karla Schmidt am 07. Juni 2010 in Autoren, Blog, Hinterland, Kurzgeschichten

Literaturdienstag beim Hate Mag – morgen geht es los.

Kennt Ihr eigentlich das Berliner “Hate Mag”? Ein Magazin für “Relevanz und Stil”, das in der Printausgabe unter anderem an Orten wie dem Eiszeitkino, bei Bbooks oder oder in den Schwarzen Rissen ausliegt.

Ab morgen soll es auf dem Blog des Hate-Mag jeden Dienstag ein Literaturspecial geben. Mit Geschichten und anderen Texten verschiedener Autoren.

Und wer darf den Auftakt machen? Dreimal dürft Ihr raten … :D

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Karla Schmidt am 24. Mai 2010 in Blog, Kurzgeschichten, Von Freunden

Unsere Grüne Bude …

… ist jetzt zwar tatsächlich schon wieder zwei Wochen her, aber ich wollte trotzdem noch ein paar schöne Bilder posten, die KlausD mir zur Verfügung gestellt hat.

Es ist nämlich so, dass wir – also Daphne, Jasper, Mike und ich – Ende April unser neues, schickschickschickes Büro eingeweiht haben. Beste Lage, toller Blick, einfach großartig, sowohl für den Brotjob als auch für die Inspiration für unsere SF-Stories, Fantasy-Zyklen, ChickLit-Entladungen, Psychothriller und was uns sonst noch so aus der Feder fließen mag.

Die Einweihung haben wir mit einer Lesung verbunden, und unser Thema war GRÜN.

Iris Sputh hat was Dadaistisch-Grünes gelesen, dann hat Iko hat uns mit einem bösen Märchen mit grünen und dann doch roten Beeren beglückt. (Nachzulesen in DIESEM BUCH)

Jakob Schmidt hatte leisen, grünen Flugzeughorror anzubieten:

Und bei Jasper Nicolaisen gings um Nasenscheiße und ein recht ekelhaftes Erwachsenwerden.

Jakob, Jasper und Iris haben ihre Beiträge extra für unseren Abend geschrieben, sie sind also leider noch nicht gedruckt. Kann aber noch werden, oder? Leute?

Ein besonderes Highliht war eine grüne, animierte Installation, die Markus Wende für die Party gemacht hat.

In vier Bilderrahmen waren vier IPods untergebracht, auf jedem lief eine andere Animation, aber alle vier hatten miteinander zu tun. Leider kann ich es hier nicht einbetten, sondern nur verlinken. Guckts Euch an, ist wirklich witzig!

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Karla Schmidt am 16. Mai 2010 in Autoren, Blog, Kurzgeschichten, Lesungen und Termine

Hinterlandsuperband – 20 AutorInnen, 23 Songs, 3 ganze Alben und ein halbes

Die Meisten von Euch wissen es ja schon, aber nun habe ich ALLE Geschichten wenigstens in der ersten Fassung gelesen, die meisten sind bereits komplett fertig …. nicht mehr lange, und er geht zum Verlag und in den Satz, der HINTERLANDSUPERBAND.

Für diejenigen, die es noch nicht wissen: Der Bowie-inspirierte Science Fiction Storyband “Hinterland” sollte zuerst in zwei Bänden erscheinen, der erste davon dieses Jahr, der zweite nächstes Jahr, und zwar als normale Taschenbücher.

Dann gab es ein tolles Angebot vom Verlag: Wir machen alles Stories auf einen Schwung in einer großen, schönen Klappbroschur. Klappbroschur heißt, der äußere Umschlag ist nach innen umgeklappt. Das wirkt aufwändiger, edler – und es ist auch mehr Platz für Klappentexte aller Art. :-)

Der neue Plan hat zur Folge gehabt, dass ein paar Nachtschichten nötig waren, um alles rechzeitig in Sack und Tüten zu bekommen. Aber der Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt. Schaut mal, wie unsere Tracklist JETZT aussieht!!! :-D

Tracklist:

01: Dirk Röse: Purgatorium – inspiriert durch All the madmen
02: Dietmar Dath: Solus Ipse,  leerer Drache – inspiriert durch Fill your heart
03: Jasper Nicolaisen: Kleines Mädchen aus China – inspiriert durch China Girl
04: Jakob Schmidt: Die betrübte Strahlenkanone – inspiriert durch Running Gun Blues
05: Anna Janas: Life on Earth? – inspiriert durch Life on Mars?
06: Pepe Metropolis: Hinterland – inspiriert durch Red Sails / Lodger A-Seite
07: bibo Loebnau: Tief-Blau – inspiriert durch Sound and Vision
08: Barbara Streun: On Idle – inspiriert durch Time / Saviour Machine / Heathen
09: Ernst-Eberhard Manski: Der Saxophonist vom Rathaus Neukölln – inspiriert durch Warszawa / Neuköln
10: Karla Schmidt: Erlösungsdeadline – inspiriert durch Five years / Joe the Lion / Looking for water
11: Wulf Dorn: Jenseits der Mauer – inspiriert durch Leon (takes us Outside) / Outside
12: Karsten Kruschel: Fünfte und Vierte Sinfonie oder: Müllerbrot – inspiriert durch Glass / Bowie / Eno: Heroes Symphony / Low Symphony
13: Nadine Boos: Ausverkauf – inspiriert durch The Man who sold the World
14: Markolf Hoffmann: Triptychon – inspiriert durch Hearts filthy Lesson
15: Aleksandr Voinov: Nicht Amerika – inspiriert durch This is not America
16: Tobias Bachmann: Die letzte Telefonzelle – inspiriert durch No one calls
17: Tobias Lagemann: P.O.S. – inspiriert durch Putting out Fire (with Gasoline)
18: Valerie Kreifelts: Der Anfänger – inspiriert durch Absolute Beginners
19: Dirk C. Fleck: Schneider ist raus – inspiriert durch V2-Schneider
20: Siegfried Langer: Berlin, Nachklang – inspiriert durch Let´s dance

Die Lyrics findet Ihr nach wie vor auf der deutschen Bowie-Seite!

Das “Hinterland” erscheint im Oktober 2010 bei Wurdack.

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Karla Schmidt am 16. Mai 2010 in Autoren, Blog, Hinterland, Kurzgeschichten

Vincent-Preis-Nominierung für einen “Hinterland”-Kollegen. Mit Interview :-)

Jakob Schmidts Horror-Story “Eine andere Wildnis”, erschienen in dem Sammelband “Zwielicht”, ist für den diesjähren Vincent Preis, den einzigen deutschen Preis für Horror-Literatur, nominiert.

Jakob hat dazu ein interessantes Interview gegeben!

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Karla Schmidt am 13. Mai 2010 in Autoren, Blog, Hinterland, Kurzgeschichten, Von Freunden

DSFP 2009 – die Nominierungen sind raus

Heute wurden die Nominierungen für den Deutschen Science Fiction Preis 2009 bekannt gegeben.

Da ich in 2009 keine SF veröffentlich habe, bin ich zwangsläufig nicht dabei. Aber lauter andere tolle Sachen! Die Entscheidung dürfte schwer fallen.  :-)

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Karla Schmidt am 02. Mai 2010 in Autoren, Kurzgeschichten

Hinterland 1 ist komplett!

Hiermit verkünde ich offiziell und öffentlich, dass Band 1 unserer Bowie-SF-Geschichtensammlung “Hinterland” komplett ist.

Playlist:

01: Dirk Röse: Purgatorium – inspiriert durch All the madmen
02: Barbara Streun: On Idle – inspiriert durch Time / Saviour Machine / Heathen
03: Dietmar Dath: Solus Ipse,  leerer Drache – inspiriert durch Fill your heart
04: Jasper Nicolaisen: Kleines Mädchen aus China – inspiriert durch China Girl
05: Jakob Schmidt: Die betrübte Strahlenkanone – inspiriert durch Running Gun Blues
06: Pepe Metropolis: Hinterland – inspiriert durch Red Sails / Lodger A-Seite
07: Ernst-Eberhard Manski: Der Saxophonist vom Rathaus Neukölln – inspiriert durch Warszawa / Neuköln
08: Karla Schmidt: Erlösungsdeadline – inspiriert durch Five years / Joe the Lion / Looking for water
09: Markolf Hoffmann: Triptychon – inspiriert durch Hearts filthy Lesson
10: Tobias Bachmann: Die letzte Telefonzelle – inspiriert durch No one calls
11: Siegfried Langer: Berlin, Nachklang – inspiriert durch Let´s dance

Die Lyrics findet Ihr auf der deutschen Bowie-Seite!

Band 1 des “Hinterlands” erscheint im Oktober 2010 bei Wurdack.

P.S.: Dank Zicky aus dem Bowie-Forum haben wir nun einen Link zu No-one Calls! – Auf ru-tube, was das russische you-tube ist.
Auf ru-tube wird zwar nicht so massiv zensiert, wie auf you-tube. Dafür müsst Ihr aber vor dem Song einen russischen Werbespot aushalten. Ist aber halb so wild. ;)

P.P.S.: Der zweite Hinterland-Band folgt im Frühjahr 2011 – mit weiteren Stories, inspired by Mr. David Bowie. :)

Die aktuelle Autorenliste, um Euch schonmal den Mund wässrig zu machen: Alex Wichert, Anna Janas, Bibo Loebnau, Dirk Fleck, Dirk Röse, Karla Schmidt, Karsten Kruschel, Nadine Boos, Tobias Lagemann, Valerie Kreifelts, Wulf Dorn. :-)

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Karla Schmidt am 11. April 2010 in Autoren, Hinterland, Kurzgeschichten

Nova 16 ist da …

… und diesmal mit einem herrlichen Pulp-Cover, schaut mal:

Die Ausgabe enthält Stories von:

Rüdiger Bartsch – Der Gebäude-Komplex
Nadine Boos – Die Itzybitzy-Spinne
Florian Heller – DÖRA
Reinhard Kleindl – Form und Stoff
& Der Zwiebelkuchen
Niklas Peinecke – Himmelfahrt
Horst Pukallus – Placebo
Karla Schmidt – Der Ende der Schöpfung
Thomas Wawerka – Genesis: 2

Bestellen könnt Ihr die Zeitschrift hier. :-)

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Karla Schmidt am 23. Februar 2010 in Blog, Kurzgeschichten