Wild Horses – Salon im Westen – Auftakt mit dem Kind auf der Treppe
Die Galerie Egbert Baqué Contemporary Art holt mit der neuen Veranstaltungsreihe Wild Horses die Berliner Salonkultur zurück in die Fasanenstraße – aufregende Bücher zur Kunst, junge literarische Stimmen zum Entdecken, Begegnungen mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten – dazu ein gutes Glas Wein zum Nachspülen. Wild Horses – go West!
Moderiert wird die Reihe vom Autor und Verleger Kai Splittgerber. Gastgeber ist Egbert Baqué.
Im Rahmen dieser Reihe und der aktuellen Bowie-Ausstellung habe ich die Gelegenheit, noch einmal aus meinem Berlin-Bowie-Thriller “Das Kind auf der Treppe” zu lesen.
Dienstag
07.05.2013
19:30 Uhr
Hauptstraße 155, mitten in der Nacht. Die junge Musikerin Leni ist aus Reykjavik vor ihrem Mann geflohen. Sie weiß nicht, ob sie ihn in Notwehr getötet hat, oder ob er noch immer hinter ihr her ist. Als sie endlich bei ihrer Halbschwester Zicky in Berlin ankommt, ist die nicht da. Stattdessen sitzt im Treppenhaus ein unheimlicher Junge allein auf den Stufen. Leni nimmt sich des Kindes an und gerät in einen Strudel von widersprüchlichen Ereignissen. Bald weiß sie selbst nicht mehr, ist sie Opfer oder Täterin?
„Das Kind auf der Treppe“ inszeniert eine aus den Fugen geratene Realität und greift dabei die beklemmenden Momente von Bowies Berliner Triptychon Low / „Heroes“ / Lodger und seinem Kunstmord-Album 1. Outside auf. Wichtige Schauplätze sind Bowies Berliner Wohnung und die Hansa-Tonstudios, die Figuren sind von Bowies weirdness, seinem damals exzessiven Alkoholkonsum, der stets gefeierten sexuellen Ambivalenz und seinem Umfeld (Romy Haag, Iggy Pop) inspiriert. Die Vorlage für den seltsamen Jungen auf der Treppe findet sich in Bowies expressionistischem Gemälde Child in Berlin.
Next Horses
Donnerstag, 16. Mai 2013
Lisa-Marie Seydlitz – Sommertöchter
Dumont Buchverlag
Sommertöchter fühlt sich an wie ein heißer Tag: flirrend, vibrierend, leicht und manchmal auch stickig, drückend und geheimnisvoll. Ein echt überzeugendes Debüt! – (RBB Fritz)
Lisa-Maria Seydlitz gelingt mit diesem Roman ein kleines Wunder, denn trotz der schweren
Thematik ist er ihr wunderbar leicht geraten. Das liegt vor allem an den dichten, atmosphärischen
Miniaturen – auch denen des Glücks. – (NDR Kultur)
Ein Debüt, das viel verspricht und viel hält. – (Deutschlandradio Kultur)
Freitag, 31. Mai 2013
Detlef Kuhlbrodt – Leben mit David Bowie: Wie sieht der denn aus?
2008 wurde Detlef Kuhlbrodt mit dem Ben-Witter-Preis geehrt, weil er, so die Jury, “die klassische Kunst des Feuilletons neu belebt” hat und es ihm gelingt, “mit vollendeter Leichtigkeit und Lakonie das Lied in allen Alltagsdingen zum Singen zu bringen: ein heller Träumer, ein sarkastischer Poet, ein Diogenes mit der Laterne. Vor allem aber: ein eigensinniger Sprachkünstler gegen den herrschenden Instant-Journalismus.”
Nach der Lesung und dem Gespräch zwischen Detlef Kuhlbrodt und Kai Splittgerber zeigen wir den 18minütigen Kurzfilm des griechischen Filmemachers Minos Nikolakakis, The Attic, 2011:
Der Held des Streifens ist ein Verlierer. Die Frau lässt sich scheiden, das Verhältnis zur Tochter ist nicht besonders gut und mit der Arbeit läuft es auch nicht. Eines Tages hört er, wie aus einem kleinen Wandschrank Geräusche und Musik ertönen. Als er die Schranktür öffnet, tut sich dahinter ein großer Raum auf und er macht eine ungeheure Entdeckung: Es ist die Welt seines Jugendidols David Bowie. Je weiter er in diese Welt eindringt, desto mehr nimmt er die Rolle des Ziggy Stardust an. Ein neues Leben beginnt…
Egbert Baqué Contemporary Art
Fasanenstraße 37 10719 Berlin
www.berlin-contemporary-art.com
Telephone +49-30-43.91.08.80
Mobile +49-179-25.26.210
Email office@berlin-contemporary-art.com
Öffnungszeiten
Dienstag – Freitag 14 – 19 Uhr
Samstag 12 – 18 Uhr
Karla Schmidt am 23. April 2013 in Blog, Kind auf der Treppe, Lesungen und Termine





