Pseudonym und neuer Titel für den Erstling
Nachdem es jetzt ein wenig schnell gehen musste, steht endlich der neue Titel und das Pseudonym für meinen Erstling, der als “Isabels Schöpfung” zur Welt kam …
Im November 2010 wird bei Rowohlt ein kleiner Roman mit dem Titel “Die Seelenfotografin” erscheinen. Autorin ist eine gewisse Charlotte Freise.
Okay, der neue Titel ist eingängiger und ich bin nach anfänglicher instinktiver Abwehr (wie würde es Euch gefallen, wenn jemand Euren Kindern einfach neue Namen gibt?) inzwischen sehr froh damit.
Einerseits entspricht der Titel der Marktschublade “Historischer Roman” – Ihr wisst schon. Die Päpstin, Die Wanderhure, Die … – oberflächlich zusammengefasst unter dem Motto “Starke Frau in wilden Zeiten”.
Was mir aber an dem Titel so sehr gefällt: Hier wird erahnbar, dass es auch ein fantastisches Element in dem Roman gibt!
Und warum ein Pseudonym? Ist mein eigener Name nicht gut genug? Schon … aber leider in diesem Fall etwas unpraktisch.
Wenn nämlich im März ein Psychothriller von einer Autorin namens “Karla Schmidt” erscheint und ein halbes Jahr darauf noch ein Buch von derselben Karla Schmidt, dann werden die Leser, denen der Thriller gefallen hat, vielleicht auch zu Buch 2 greifen – und es dann enttäuscht weglegen, weil es etwas ganz anderes ist.
Und andersherum natürlich genauso: Wer zuerst den Historischen Roman liest und ihn mag, könnte sich von dem Thriller vor den Kopf gestoßen fühlen.
Thriller und Historischer Roman sind anscheindend zwei Genres, deren Leserkreise sich mehr oder weniger gegenseitig ausschließen. Habe ich mir sagen lassen.
Daher: Zwei Genres, zwei Namen. Ganz einfache Kiste.
Obwohl – so einfach ist es gar nicht. Ich werde bis Mitte des Jahres wohl einen neuen Blog für die neue Autorin anlegen müssen. Die Begleiterscheinungen des Bücherschreibens ähneln langsam immer mehr einem Phänomen namens Arbeit …
LG, Karla
Karla Schmidt am Februar 15th 2010 in Blog, Die Seelenfotografin
Jakob schrieb am 16 Feb 2010 um 11:31 #
Also französiert und dann den “Mädchennamen” der Mutter drangehängt? Klingt auf jeden Fall ganz passend! Und mit dem Titel hast du Recht, ein Buch namens “Die Seelenfotografin” kann man eben nicht nur auf den Historische-Romane-Tisch packen, sondern auch gut in die Fantasy-Auslage im Otherland.
karla schrieb am 16 Feb 2010 um 13:08 #
Jaja, der “Mädchenname”
Mir gefällt, dass das sowohl “frei” als auch “Reise” drinsteckt. Wo ist man schon freier, auf Reisen zu gehen, als beim Schreiben?
Und an die Otherland-Auslage hatte ich bei dem Titel natürlich nicht unmittelbar gedacht, aber es wäre natürlich sehr hübsch, das Buch dort zu sehen.
Soweit ich weiß wird bei Rowohlt auch schon am Cover gearbeitet. Bin schon extrem neugierig …
LG, Karla
Siegfried Langer schrieb am 16 Feb 2010 um 20:22 #
Das brummt ja nun bei dir …
Freut mich sehr für dich!
Der Titel ‘Die Seelenfotografin’ gefällt mir auf Anhieb.
Da sind viele Subgenres hineininterpretierbar.
Liebe Grüße
Siegfried
karla schrieb am 16 Feb 2010 um 20:34 #
Hallo Siegfried – ja, ist schon schön, wenns anfängt zu brummen …
LG, Karla