Melodie & Rhythmus beim Schreiben / Ich erkenne mich nicht wieder / nur anderthalb Romane

Melodie und Rhythmus – schöne stilistische Tugenden, und auch für die Dramaturgie nicht ganz unwichtig. Diesmal meint die Überschrift aber eine Zeitschrift, und die handelt natürlich nicht vom Schreiben, sondern von Musik.

Schwerpunktthema im Monat März: Musik und Literatur

Da sind ein paar interessante Artikel drin, unter anderem auch ein Interview mit Rocko Schamoni, der eine Weisheit zum besten gibt, an der ich mich in letzter Zeit gerne festhalte, wenn einmal wieder Fragen nach der “Markttauglichkeit” meiner Texte laut werden: Man schreibt nur das gut, was man wirklich schreiben will.
Ich behaute zudem: Nur mit dem, was man wirklich gut macht, kann man auch erfolgreich sein.
Oder eben auf hohem Niveau scheitern. Was es bei mir wird, muss sich erst noch zeigen. :-)

Außerdem gibt es in der Zeitschrift einen Artikel von mir über den Einfluss von Musik auf das Schreiben – am Beispiel von, na wem wohl, David Bowie. Hier ist sie:

Und ein zweites Zeitschriftencover hab ich diesen Monat noch zu bieten: Die Erlösungsdeadline aus dem Hinterland ist noch einmal erschienen. Hier eine kleine Leseprobe (wobei ich sämtliche Häkchen und Ösen, die eigentlich noch an die Buchstaben gehören, wegen Tastaturbeschränkungen weglassen muss):

Termin wybawienia

Janus gapil sie na ekran wielkosci co namniej osmiu metrow kwadratowych. Najczesciej nadawano programy kuchene: od rana do wieczora rzesza polprawdziwych VIP’ow ujawniala tajniki przyrzadzania wszelakich inslala caprese, köfte czy rozyczek kalafiorow. …

Und so weiter. Über zwölf eng gesetzte Zeitschriftenseiten. Die Geschichte wurde für das größte polnische Fantasikmagazin Nowa Fantastyka übersetzt und mit Illustrationen versehen. Das ist schon ein abgedrehtes Gefühl, einen eigenen Text in einer solchen Gestalt zu sehen. Das Schriftbild erscheint mir tatsächlich so sperrig und anders, dass ich beim besten Willen nicht zurückübersetzen kann, ohne in die deutsche Fassung zu gucken. Das einzige, was ich von den beiden obigen Sätzen verstehe, ist “insalata caprese”, und das ist kein Polnisch. :-D

Die beste Neuigkeit ist momentan allerdings diese:
Ich habe dieses Jahr nichts weiter zu tun, als anderthalb Romane fertig zu schreiben. JAAAA!

4 Kommentare »

Karla Schmidt am März 23rd 2011 in Blog, Hinterland, Übers Schreiben

4 Kommentare zu “Melodie & Rhythmus beim Schreiben / Ich erkenne mich nicht wieder / nur anderthalb Romane”

  1. pepe schrieb am 24 Mrz 2011 um 12:23 #

    Ui, schön.
    Die Illustrationen würde ich gern einmal sehen.

    Glückwunsch auch zur besten Neuigkeit. Das können wohl
    nicht viele von sich sagen, toll. Bin schon gespannt
    auf die kommenden Sachen. :->

    LG
    Pepe

  2. Karla schrieb am 24 Mrz 2011 um 12:37 #

    Hi Pepe :-)

    Mal sehen, vielleicht habe ich ja noch Lust, die eine oder andere Illu einzuscannen …

    Liebe Grüße, Karla

  3. Jakob schrieb am 28 Mrz 2011 um 14:20 #

    fein fein!

  4. Frank Böhmert schrieb am 25 Apr 2011 um 19:49 #

    Kratuliere!

    Da bin ich im besten Sinne neidisch. So ein Schreib-Restjahr möchte ich auch mal haben!

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